Abends runterkommen als Mama – gemeinsam mit deinem Kind

von | Jan. 28, 2026 | Achtsamkeit & Selbstfürsorge, Gesundheit, Yoga & Meditation

Es gibt diese Abende, da liegt dein Kind seelig im Bett und schläft
und trotzdem fühlt sich in dir nichts nach Ruhe an.

Der Körper ist müde, ja. Aber im Kopf geht es rund.
Der Tag hängt dir nach, jede kleine Szene, jedes Gefühl, jede Entscheidung.

Und vielleicht kennst du diese leise Stimme:: Jetzt müsste ich doch eigentlich entspannen können.“

Aber genau hier liegt der Haken.
Abends runterzukommen ist keine Frage von Disziplin oder Selbstkontrolle. Es ist eine Frage davon, wie gut dein Nervensystem den Übergang vom Tag in die Nacht begleiten konnte.

Und dieser Übergang beginnt nicht erst, wenn dein Kind schläft.
Er beginnt viel früher – und er darf sich altersabhängig verändern.

Mit einem Baby ist diese Zeit vielleicht still, körperlich, wenig verbal.
Mit einem Kleinkind wird sie spielerischer, erklärender.
Mit älteren Kindern gemeinsamer, bewusster.

Was bleibt, ist das gleiche Grundgefühl:
Der Tag darf langsam ausklingen. Für dein Kind. Und für dich.

Warme, gemütliche Abendstimmung in einem Schlafzimmer mit Kerze, Tasse Tee, Notizbuch und Stift auf dem Bett. Text im Bild: „Sanfte Abendroutine für Mama & Kind“ sowie Button „Entdecke die Tipps“ und Website holistischmama.de.

 

Den Abend bewusst einläuten – statt ihn einfach passieren zu lassen

Für mich beginnt das Runterfahren nicht plötzlich, sondern schleichend.
Ich versuche, den Abend nicht abrupt zu starten, sondern ihn sanft einzuläuten. Aber klar das klappt nicht immer, nicht jeden Tag. Mal besser, mal weniger. Doch es geht auch nicht um Perfektion. 

Das kann ganz unterschiedlich aussehen:

Für mich als Mama bedeutet es oft, meinen Körper nochmal gezielt zu unterstützen –
zum Beispiel mit ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln, die das Nervensystem am Abend begleiten.

Für mein Kind darf es etwas ganz Einfaches sein: ein kleines Schlaf-Ritual, altersgerecht angepasst.
Manchmal ist es ein Löffel Ghee, manchmal einfach Nähe, manchmal ein ruhiger Moment auf dem Arm.

Und für uns beide liebe ich ein warmes, beruhigendes Getränk.  Ein milder Kräutertee, nichts Aufregendes, nichts Stimuliertes.
Ein Zeichen an den Körper: Wir werden langsamer.

Schon dieser erste Schritt verändert die Stimmung spürbar.

 

Bettfertig werden darf Nähe sein – keine To-do-Liste

Wenn wir uns für die Nacht fertig machen, versuche ich bewusst, das Tempo rauszunehmen.
Nicht perfekt. Nicht jeden Abend gleich. Aber mit Intention.

Nach dem Umziehen nehme ich mir oft ein paar Minuten für eine kleine Massage.
Je nach Alter meines Kindes sind das Beine, Füße, Hände oder der Rücken.

Währenddessen spreche ich mit meinem Kind ruhig über den Tag.
– Was schön war.
– Was aufregend war.
– Was jetzt gehen darf.

Das hilft Kindern, Erlebnisse zu verarbeiten –
und ehrlich gesagt hilft es mir genauso.

Berührung wird hier zum Anker.

 

Einschlafen begleiten – und dann beginnt Mama-Zeit

Bei der Einschlafbegleitung selbst, möchte ich nicht am Handy sein. Auch wenn es manchmal verlockend ist die Zeit während des Einschlafstillens aktiv zu nutzen. 

Stattdessen lese ich.
Manchmal nur ein paar Seiten.
Manchmal lese ich meinem Kind noch etwas vor.
Oder ich höre ruhige, entspannende Klänge.

Das hält mich selbst in einer anderen Energie.

Wenn mein Kind schläft, beginnt eine neue Phase:
Zeit für mich – aber nicht im grellen Licht.

Ich achte darauf, mich abends nicht mehr dauerhaft Blaulicht auszusetzen.
➡️ Eine Blaulichtfilter-Brille* hilft mir enorm. Denn oft arbeite ich in den Abendstunden noch

➡️ Im Schlafzimmer liebe ich warmes, natürliches Licht – zum Beispiel durch eine Salzkristalllampe* oder eine sanfte Rotlichtlampe*.

Blaues Licht wirkt wie ein kleiner innerer „Tag-Schalter“: Es signalisiert unserem Gehirn Wachsein, hemmt die Ausschüttung von Melatonin und verschiebt damit unseren zirkadianen Rhythmus nach hinten. 

Gerade abends – wenn wir eigentlich runterfahren sollten – hält uns das blaue Licht von Handy, Laptop & Co. unbewusst im Aktivmodus. Die Folge kennen viele Mamas nur zu gut: müde, aber innerlich irgendwie aufgedreht. 

Rotlicht Lampen & Blaulichtfilter-Brillen können hier eine sanfte Unterstützung sein, weil sie den blauen Lichtanteil herausfiltern und deinem Nervensystem erlauben, wieder in den natürlichen Abendrhythmus zu finden. Kein Zaubertrick, aber ein kleiner, alltagstauglicher Hebel für besseren Schlaf, ruhigere Abende und ein Gefühl von „Ahhh… jetzt darf mein Körper wirklich loslassen“. ✨

Das klingt banal, macht aber einen riesigen Unterschied für die innere Ruhe.

Weniger Reize, mehr Tiefe

Ja, ich schaue auch mal eine Serie.
Und ja, manchmal tut das gut.

Aber ich habe gemerkt, wie sehr mein Nervensystem davon profitiert,
wenn ich mindestens eine Stunde vor dem Schlafen auf Bildschirmreize verzichte.

Stattdessen greife ich lieber zu:

  • einem Buch
  • einem schönen Hörbuch
  • etwas Handwerklichem wie Häkeln, Sticken etc.

Nicht immer alles.
Nicht perfekt.
Aber bewusst.

Gedanken sortieren, Gefühle abschließen

Wenn der Kopf noch voll ist, hilft mir Schreiben.
Nicht schön. Nicht strukturiert.
Einfach ehrlich.

Ein paar Minuten reichen oft schon:

  • Was war heute schwierig?
  • Was war schön?
  • Wofür bin ich dankbar?  

Ich liebe hier besonders die Kombination aus Krafttierkarten am Morgen*
und ein abwechslungsreichen Mama-Journal am Abend*

Morgens Ausrichtung.
Abends Verarbeitung.

Wenn der Körper noch „unter Strom“ steht

Gerade an Tagen, an denen viel getragen, gespielt, gehoben oder organisiert wurde,
merke ich abends oft: Der Körper ist müde – aber noch geladen.

Dann hilft mir ein kurzer Check-in:
Was brauche ich gerade wirklich?

Manchmal sind es:

  • 2–3 Minuten Körperschütteln
  • sanfte Stretch-Bewegungen
  • achtsame Selbstmassage an Nacken, Hüften oder Füßen

Oder eine kurze, geführte Entspannungsmeditation –
gerne auch gemeinsam mit meinem Kind.

➡️ Hier kommst du zu meiner sanften Entspannungsmeditation für Mamas für 0€.

Typische Fragen, die mir viele Mamas stellen

Ist das auch mit Baby umsetzbar?
Ja. Dann ist es leiser, körperlicher und weniger verbal.

Was, wenn der Abend trotzdem chaotisch ist?
Dann reicht ein einziges Element. Wirklich.

Muss ich das jeden Abend so machen?
Dein Nervensystem liebt Wiederholung – nicht Perfektion.

 

Fazit: Dein Abend darf dich halten

Abends runterzukommen ist kein Luxus.
Es ist Grundversorgung für dein Nervensystem.

Du darfst den Tag bewusst schließen,
statt ihn mit ins Bett zu nehmen.

Und dein Kind lernt dabei etwas unglaublich Wertvolles:
– wie man zur Ruhe kommt,
– wie man Gefühle verarbeitet,
– wie sich Verbindung anfühlt.

Und denk immer daran:
Du musst abends nichts leisten.
Du darfst weich werden.

Diese sanfte Abendroutine darf mehr sein als ein Moment.
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